Interkultureller Austausch Wertvolle Erfahrungen im Ausland sammeln, egal in welchem Alter

Eine neue Kultur ausgiebig kennenzulernen und ein fremdes Land zu bereisen, funktioniert bei einem Urlaub meist nicht wirklich tiefgründig. Eine bessere Option ist, Freiwilligenarbeit in einem anderen Land zu übernehmen. Dass sich ein entsprechender interkultureller Austausch in jedem Alter lohnt, wird bei den Erzählungen von zwei Returnees mehr als deutlich, die mit der Organisation ICYE im Ausland waren.

Freiwilligenarbeit im Ausland bereichert. © Leonie Rossi

Deine ganz persönliche Erfahrung

Egal ob nach der Schule, zwischen Ausbildung und Jobeinstieg oder im höheren Alter. Es gibt immer Phasen im Leben, in denen wir Lust auf Abwechslung und komplett neuen Input haben. Eine Option ist es, ins Ausland zu gehen und dort an einem Freiwilligenprogramm teilzunehmen.  Ein Einsatz im Ausland ist wertvoll für die persönliche Entwicklung, man schliesst internationale Freundschaften und vernetzt sich global, egal in welchem Alter.

Simone, 50 Jahre hat es gewagt und hat einen dreimonatigen Freiwilligeneinsatz in einer Brockenstube in Island absolviert. „Mein gelebtes halbes Jahrhundert wollte ich mit etwas Speziellem feiern. Ich habe mir eine Auszeit von Familie und Beruf gegönnt und mich für einen dreimonatigen Freiwilligeneinsatz entschieden,“ erzählt Simone. Sie ist sehr froh, dass sie sich für ein Programm bei ICYE entschieden hat und war mit ihrer WG und Arbeit in Island sehr zufrieden.  «Wir waren in der Brocki ein tolles Frauenteam, das sich gut ergänzte und zusammenarbeitete.» Während ihrer Zeit in Island begann Simone Handschuhe mit alten isländischen Mustern zu stricken und tut es bis heute noch. Diese kann man in der Berner Altstadt im Bazaar 68 anschauen und sie sind so etwas wie ihr isländisches Tagebuch. Léonie, 20 Jahre, hat 2021 in Costa Rica ihr Vorpraktikum für die Schweiz absolviert. Sie lebte für diese Zeit in einer Gastfamilie. «Ich fühlte mich ab dem ersten Moment geborgen und willkommen.» Da sie das Mercator Stipendium erhielt, konnte sie diese Erfahrung im jungen Alter machen, ohne ihr Erspartes aufzubrauchen. «Ich finde es vor allem schön, dass dies ein Stipendium für gelernte Personen ist, denn die meisten anderen Stipendien sind nur für Student:innen. » Ihren Freiwiligendienst absolvierte sie an der CECUDI in San Pablo, Heredia, was so etwas wie eine Tagesschule für Babys und Kinder ist.

Simone und Leonie sind ein gutes Beispiel für die viele Freiwilligen, die persönlich sehr von ihrem Auslandseinsatz mit ICYE profitiert haben.

Seit ihrem Aufenthalt in Island strickt und verkauft Simone isländische Handschuhe © Simone Mueller

Wieso ICYE wählen?

Bei einem Austauschprogramm von ICYE ist für jeden etwas dabei, denn es gibt viele unterschiedliche Programme sowohl für Schulabgängerinnen und Abgänger und Studierende, aber auch für Ü30 und Ü50. Wer also denkt, nur Menschen nach dem Schulabschluss können ein entsprechendes Austauschprogramm wahrnehmen, werden bei ICYE eines Besseren belehrt, wie auch der Bericht von Simone zeigt. Die Programme sind zudem sehr unterschiedlich und reichen von Umweltprojekten bis hin zu Sozialprojekten. Es kann in Gastfamilien oder in den Projekten selbst gelebt werden. ICYE realisiert schon seit über 60 Jahre Freiwilligenprogramme und ist durch über 40 Partnerkomitees weltweit vertreten. Dabei handelt es sich um lokale Partnerkomitees zusammen, die die Projekte vor Ort prüfen und verwalten.

ICYE ist eine Non-Profit Organisation, bei der kein Voluntourismus betrieben wird. Es handelt sich um eine nicht-gewinnorientierte internationale Austauschorganisation, die Mitglied vom Dachverband für internationalen Jugendaustausch Intermundo ist. Es gibt einen Mindesteinsatz von einem Monat, es wird allerdings eher zu Langzeitprogrammen von 6-12 Monate geraten. Damit die Erfahrung beiderseits auf Nachhaltigkeit beruht, braucht es mehr als nur einen Monat, denn es dauert seine Zeit, sich in ein neues Kulturgebiet zurechtzufinden, es zu verstehen und anzunehmen. ICYE Schweiz und ihre Partnerkomitees verstehen sich als Vermittler, die die Freiwilligen, die Gastfamilien und die Projekte zusammenführen. Damit möchten sie einen interkulturellen Austausch und ein besseres Verständnis von Chancengleichheit fördern

Die ICYE Föderation ist zusätzlich international durch die UNESCO als friedenstiftende Organisation anerkannt.

Du bist nie alleine

Wer sich für ein Projekt im Ausland entscheidet, ist meist ein wenig nervös und hat Respekt vor der neuen Herausforderung. Doch bei einem Programm mit ICYE ist man nie alleine. Jede und jeder bekommt Unterstützung bei der Wahl des Ortes sowie bei der Planung, während des Aufenthaltes und danach.  Es gibt Vor und -Nachbereitungsseminare sowie Seminare im Gastland und einen 24/7 Notfalldienst. Freiwillige werden von Anfang bis Ende begleitet und sind Teil einer internationalen Volunteers-Gruppe. ICYE weiss, dass Auslandsreisen und Projekteinsätze oft nicht kostengünstig sind. Daher vergeben sie, unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz, grosszügige Stipendien an junge Menschen mit Berufsausbildung für einen Sozialeinsatz von 3 bis 12 Monaten.

Eine andere Kultur lernt man nur über einen längeren Zeitraum ausgiebig kennen.

Eine andere Kultur nach Hause holen

Wer nicht ins Ausland möchte, aber grosses Interesse an einem interkulturellen Austausch hat, kann selbst Gastfamilie werden. ICYE ist eine Austauschorganisation und ihr Ziel ist es interkulturellen Austausch zwischen der Schweiz und dem Ausland zu vermitteln. Daher organisieren sie auch Praktiken für junge Menschen aus dem Ausland, die 6-12 Monate in der Schweiz in einem Betrieb mitarbeiten, und bei einer Schweizer Gastfamilie wohnen. Bei ICYE gibt es daher für alle, die ein Interesse an einem interkulturellen Austausch haben, Möglichkeiten sich zu entfalten und das in jedem Alter.

Erstellt: 14.12.2021 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit ICYE Switzerland erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.