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Strahlentherapie Was mit einer Strahlentherapie möglich ist

Bei vielen Krebskrankheiten ist eine Strahlentherapie eine wirkungsvolle Behandlung. Die Erfolgschancen hängen vom Stadium und der Art des Krebses ab. Wie funktioniert eine Strahlentherapie, wie sollte eine Bestrahlung vorbereitet werden und welche Klinik bietet sich an?

Strahlentherapie sind eine wirkungsvolle Behandlungsmethode.

Strahlungen und Radiotherapie

Natürlichen Strahlen sind wir jeden Tag ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Sonnenstrahlung, Wärmestrahlung, Erdstrahlung oder kosmische Strahlung. Mit diesen Strahlen beschäftigen wir uns nicht wirklich, denn sie sind einfach da. Im Gegensatz dazu gibt es die ionisierenden Strahlen, die bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden und als Strahlentherapie bezeichnet werden. Die Strahlentherapie wird auch Radiotherapie genannt und ist eine medizinische Anwendung. Diese Art von Strahlen dringt im Gegensatz zu Lichtstrahlen in die Materie ein und entfalten ihre Wirkung in der Tiefe des Gewebes.

Mit Strahlentherapie kranke Zellen vernichten

Durch die Strahlung werden verschiedene physikalische und chemische Vorgänge ausgelöst, die eine Schädigung der krankhaften Zelle zur Folge hat. Eine Schädigung dieser Zellen bewirkt, dass sich krankhafte Zellen nicht mehr korrekt teilen. Damit werden sie in ihrer Funktion gestört, was das Ziel der Strahlentherapie sein sollte. Ist der Schaden gross genug, sterben diese kranken Zellen ab. Mit einer Bestrahlung kann das Risiko für eine Metastasierung oder das Wiederauftreten des Tumors gesenkt werden. Tumore, die für eine Operation zu gross sind, können mit einer Strahlentherapie so verkleinert werden, dass im Anschluss eine Operation möglich ist.

Die Mehrzahl der Bestrahlung erfolgt bei bösartigen Tumoren. Es können aber auch gutartige Tumoren behandelt werden, wenn eine Operation zu gefährlich ist, zum Beispiel im Gehirn. Zusätzlich können entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen entzündungshemmend mit nur wenigen Sitzungen therapiert werden. Bei der Behandlung von bösartigen Tumoren bieten sich neben der Strahlentherapie noch Operationen und eine Chemo- oder Immuntherapie an. Meist wird die Strahlentherapie in Kombination damit eingesetzt. Es sind unterschiedliche Bestrahlungen möglich: Zum einen gibt es eine Therapie von aussen mit Linearbeschleunigern oder aber von innen mit umschlossenen Radionukliden. Im Rahmen der Nuklearmedizin werden ausserdem strahlentherapeutische Behandlungen mit offenen Radionukliden durchgeführt.

Vor einer Strahlentherapie sind einige Vorbereitungsschritte notwendig.

Vorbereitung auf eine Bestrahlung

Am bekanntesten ist die beschriebene Bestrahlung bei Krebs, weshalb die Bereiche der Strahlentherapie und Onkologie eng miteinander verbunden sind. Brustkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs sind Arten von Krebs, bei denen häufig mit der Strahlentherapie gearbeitet wird. Eine Therapie der unterschiedlichsten Tumore, ist sehr komplex und viele verschiedenen Faktoren haben einen Einfluss auf den Ablauf. Aus diesem Grund muss eine Therapie sehr genau geplant werden. Eine individuelle Bestimmung der Strahlendosis und die Dauer sind ebenfalls essenziell, da sich je nach Tumortyp die Strahlenmenge ändert. Die Dosis wird ausserdem so gewählt, dass das Tumorgewebe effektiv zerstört wird, aber das umliegende Gewebe wenig belastet wird. Die Fraktionierung der Bestrahlung, was die Aufteilung der Strahlendosis über einen längeren Zeitraum umfasst, ist oftmals sinnvoll, da sich dadurch das gesunde Gewebe zwischen den Behandlungen erholen und regenerieren kann.

Trotz gründlicher Vorbereitungen treten im Verlauf einer Strahlentherapie Nebenwirkungen auf. Sie sind in der Regel lokal, organbezogen und zum Glück nur vorübergehend.

Im Radio-Onkologiezentrum in Biel, Seeland und Berner Jura wird mit einer patientenfokussierten Strahlentherapie gearbeitet.

Institut zur Behandlung finden

Für eine Strahlentherapie ist es daher wichtig, ein Institut zu finden, dem man vertraut. Das Radio-Onkologiezentrum in Biel, Seeland und Berner Jura bietet eine patientenfokussierte Strahlentherapie an. Dort wird mit zwei Linearbeschleunigern (Linac) gearbeitet, der so etwas wie eine überdimensionierte Röntgenröhre ist und keine radioaktiven Substanzen umfasst. Durch die grosse Eindringtiefe der im Linearbeschleuniger erzeugten Strahlen und die mehreren Einstrahlrichtungen werden die Organe und das gesunde Gewebe um den Tumor herum geschont. Durch methodische und apparative Hilfsmittel wird die Bestrahlungssicherheit gewährleistet. So werden die Patienten während den Sitzungen mit einem optischen Oberflächenerkennungssystem überwacht, um eine genaue Positionierung zu gewährleisten. In diesem Radio-Onkologiezentrum wird bereichsübergreifendes Denken und Handeln gefördert und es wird interdisziplinär mit den Hausärzten und den zuweisenden Fachärzten zusammengearbeitet. Vertrauensvolle, partnerschaftliche und teamorientierte Zusammenarbeit steht dabei immer im Mittelpunkt. Durch stetige Fort- und Weiterbildung der Ärzte wird die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung gewährleistet und Prozesse werden regelmässig überprüft und verbessert. Dadurch sind Strahlentherapien für Patienten auf Grundlage aktueller Forschung und Technik möglich.

Erstellt: 24.11.2020 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Radio-Onkologiezentrum Biel-Seeland-Berner Jura AG erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.

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