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Gin Tonic

So gelingt der perfekte Gin Tonic

Gin Tonic gilt 2020 als der Longdrink überhaupt und ist als an jeder Schweizer Bar zu finden. Das bei dem Drink, die Spirituose Gin, Tonic Water, Eiswürfel und Rosmarin nicht fehlen dürfen, wissen die meisten. Doch was macht den Drink so beliebt und welches Rezept sollten Liebhaber unbedingt mal testen? Das und weitere spannende Einblicke gibt der gefragte Barkeeper Martin Bornemann im exklusiven Interview.

Gin Tonic gilt seit Jahren als DER Longdrink.

Der klassische Geschmack

1.  Wieso ist Gin Tonic aktuell so beliebt, Herr Bornemann?

Der Trend geht ja schon seit ein paar Jahren und wird bestimmt noch eine Weile andauern. Ganz klar kann man sagen, dass das Marketing grosser Marken hier viel bewirkt hat. Was dann auch kleinere Destillerien gut ausnutzen konnten. Was bei Gin auch Sinn macht, da er im Gegensatz zum Rum oder Whiskey einen regionalen Charakter hat. Dadurch kann man Gin auf der ganzen Welt herstellen und einen regionalen Charakter erzeugen. Das kann sehr gut genutzt werden. Das heisst es kann damit geworben werden, dass ein Gin aus einer bestimmten Region wie  Basel oder Zürich stammt und das ist etwas, was ihn so beliebt macht. Wenn man dann auch noch Botanicals aus der eigenen Region verwendet,  ist der lokale Charakter abgerundet. Das geht bei anderen Destillaten nicht so einfach wie Tequila oder Rum, weil sie aus Rohstoffen bestehen, die man nicht überall erhält.

2.  Wie würden Sie den Charakter von Gin Tonic beschreiben?

Gin Tonic ist ein sehr erfrischender, trockener und spritziger Longdrink. Damit ist er ganz klar für Leute geeignet, die nach einem erfrischenden Getränk suchen. Als Cocktail ist Gin Tonic ein All Time Classic, da man ihn immer trinken kann, egal ob vor oder nach dem Essen. Gin Tonic ist so beliebt, weil es viele verschiedene Variationen und Macharten gibt und die Bars immer besser ausgestattet sind mit verschiedenen Gins. In den unterschiedlichsten Varianten ist fast für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Martin Bornemann, Barkeeper aus Basel

Zubereitung, Zutaten und Rezepte

3.  Was braucht man aus Ihrer Sicht für den perfekten Gin Tonic?   

Zum einen braucht man hochwertigen Gin. Man sollte einen Gin nehmen der mindestes 40 Volumen %  hat und ich persönlich mag trockenen Gin lieber ohne zugesetzten Zucker. Dann braucht man natürlich noch hochwertiges Tonic Water, was auch nicht nachgezuckert ist und dann noch gutes Eis. Also ich würde kein crushed Eis oder Eiswürfel, die schon grob angetaut sind, verwenden, da sie zu viel Schmelzwasser abgeben. Ein möglichst angenehmes Glas ist auch wichtig, was nicht zu klein ist, damit das Mischverhältnis gut eingehalten werden kann. Die einen mögen mehr Gin, andere mehr Tonic Water.      

             

4. Welche verschiedenen Zubereitungsvarianten gibt es für einen Gin Tonic?

Ganz klassischerweise benötigt es 4cl Gin, was dann mit 15cl Tonic aufgefüllt wird. Für einen London Dry Gin würde ich zum Beispiel noch eine Zitronenzeste empfehlen und viel Eis. Es kommt es ganz stark darauf an, was für ein Gin verwendet wird. Da gibt’s unzählige Möglichkeiten, welche Tonics man wählt, aber auch welche Garnitur wie Kräuter, Wacholder oder Rosmarin benutzt werden. Dem sind heute keine Grenzen mehr gesetzt.

Der Swiss Highland Dry Gin der Distillerie Studer eignet sich mit einem klassischen Tonic.

Gin Tonic Experten

5. Es gibt in der Schweiz einige sehr gute Gins im London Dry Stil, zum Beispiel den Swiss Highland Dry Gin der Distillerie Studer. Welches Tonic würden Sie zu diesem Gin empfehlen?

In der Distillerie Studer ist der Gin etwas würziger und kräftiger. Der London Dry Stil ist ohne zugesetzten Zucker. Da würde zu einem klassischen Tonic raten, also zum Beispiel ein Indian Tonic Water oder eins von Schweppes. Ein leicht zitrisches Tonic würde auch gut passen. Es ist wichtig, eine Harmonie mit dem würzigen Geschmack vom Gin zu erzeugen und ihn nicht zu übertönen.


6. Was sollte man unbedingt noch über Gin Tonic wissen?

Die Geschichte von Gin Tonic wird oft falsch dargestellt. Der Legende nach wurde Gin Tonic von englischen Seefahrern in Indien erfunden, doch das stimmt so nicht. In England, in besseren Kreisen wurde in Londoner Clubs Punsches wie aus Whiskey mit Sodawasser getrunken. Die Mittelschicht konnte sich das nicht leisten und trank stattdessen Gin mit Punsches zu trinken. Als man dann anfing, Sodawasser kommerziell abzufüllen, wurde Chinin hinzugefügt und so entstand Gin und Tonic. Chinin stammt ursprünglich Ecuador und wurde eigentlich für die Malariabekämpfung zu sich genommen.

Erstellt: 09.10.2020 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Distillerie Studer erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.