Ernährung Genuss ohne Reue

Keine Verbote, sondern Regeln: Ein bewusster Umgang mit Zucker ist entscheidend für die Kindergesundheit. Doch wie viele Leckereien sind okay?

Genuss ohne Reue

Dass uns Menschen Süsses so gut schmeckt, dafür können wir streng genommen nichts. Denn die Vorliebe für Schoggi, Kekse und Co. wurde uns schon als Baby buchstäblich in die Wiege gelegt. Warum? Der erste Geschmackseindruck ist süsslich. Er entsteht durch den Milchzuckergehalt der Muttermilch und ist mit dem vertrauten Gefühl, das während des Stillens entsteht, verbunden. Problematisch wird das Verlangen nach Süssem im Kindes- und Jugendalter nur dann, wenn zu viel Zucker über Lebensmittel und Getränke aufgenommen wird. Doch wie viel ist zu viel? Die WHO empfiehlt, nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energiemenge aus Zucker (zugesetzter Zucker, Zucker in Honig, Sirup und Säften) aufzunehmen – das entspricht etwa maximal sechs Teelöffeln.

Konsum im Blick behalten

Doch Empfehlungen machen wenig Sinn, wenn sie nicht umgesetzt werden: So ist laut der Studie menuCH-Kids allein der Konsum von Süssgetränken bei den Schweizer Kindern und Jugendlichen zu hoch – genauso wie übrigens der von Fleisch, während Vollkornprodukte und Nüsse selten gegessen werden. Zudem erreichen nur 18 Prozent die Empfehlung von fünf Portionen Früchten und Gemüse pro Tag. Ausserdem ist die körperliche Aktivität in vielen Altersgruppen unzureichend, heisst es in der Studie. Unterm Strich haben schlechte Ernährungsgewohnheiten kombiniert mit zu wenig Bewegung Auswirkungen auf die Gesundheit: 13 Prozent der Schweizer Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig oder adipös. Studien zeigen, dass der Konsum von vor allem zuckerhaltigen Süssgetränken mit Karies und Zahnerosion in Verbindung steht. Natürlich bedeutet das nicht, dass süsse Leckereien für die Kleinen komplett tabu sein müssen. Es kommt auf das richtige Mass und einen ansonsten ausgewogenen, gesunden Speiseplan an.

 

Erstellt: 18.03.2026 07:00 Uhr

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