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Akupunktur

Akupunktur: Bewährt seit Jahrtausenden

Akupunktur als Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin gilt auch in der westlichen Welt längst als wirksame Therapieform. Sie hilft bei der Behandlung zahlreicher Krankheitsbilder.

Akupunktur als wirksame Therapieform.

Akupunktur ist die bekannteste Heilmethode der TCM

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) erfreut sich seit Jahrzehnten auch im Westen grosser Beliebtheit. Ihre bekannteste Heilmethode ist die Akupunktur. Der Name ergibt sich aus den lateinischen Wörtern für Nadel (acus) und stechen (pungere). Für die Behandlung von Erkrankungen werden Nadeln aus Edelstahl in bestimmte Punkte des Körpers gestochen. Das tut nicht weh, denn die Nadeln sind extrem fein und natürlich sterilisiert. Die kleinen Stiche dienen der Stimulierung sogenannter Akupunkturpunkte, die auf den Meridianen liegen. 

Akupunktur lässt das Qi fliessen

Meridiane sind Energiebahnen, die unseren ganzen Körper durchziehen. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) herrscht die Vorstellung, dass durch die Meridiane unsere Lebensenergie fliesst, das Qi. Wir sind gesund, wenn die Lebensenergie Qi ungestört fliessen kann und Yin und Yang im Gleichgewicht sind. Kann die Lebensenergie nicht mehr fliessen, kommt es zu Beschwerden, Schmerzen und Krankheiten. Die Stimulierung der Akupunkturpunkte bringt den Energiefluss der Patienten wieder ins Gleichgewicht. Zwölf Hauptmeridiane mit zahlreichen Verästelungen durchziehen unseren Körper. Die Hauptmeridiane sind jeweils einem Organ oder einem Köpersystem zugeordnet. Über 400 Akupunkturpunkte verteilen sich auf unserem Körper. Die Anwendung der Technik bedarf daher grosser Expertise der behandelnden Therapeuten hinsichtlich der zu stellenden Diagnose und der Anwendung dieser Therapie. In der Schweiz bietet das Praxisunternehmen TongTu by TCMswiss seit mehr als 15 Jahren in mittlerweile 18 Praxen Behandlungen nach der Traditionellen Chinesischen Medizin an, darunter auch die Akupunktur.

Schröpfen mit Akupunktur kombinieren

Belegte Wirksamkeit der Akupunktur

Im Chinesischen wird für die Technik der Begriff Zhen jiu benutzt. Das bedeutet so viel wie «Brennen» oder «mit einer Nadel stechen». Die Methode wird seit Jahrtausenden erfolgreich angewandt. Schon vor 6.000 Jahren stachen Menschen im alten China mit Steinsplittern in Körperteile, die ihnen Schmerzen bereiteten. Auch Gräten, Bambus oder Knochen kamen zum Einsatz. Zahlreiche klinische Studien zeigen, dass Akupunktur tatsächlich wirkt und die Gesundheit fördert. Sie ist auch in der westlichen Medizin schon lange etabliert und kommt regelmässig zum Einsatz. Sie gilt als eigenständige Form der Therapie, wirkt aber auch ergänzend zu traditionellen Behandlungsmethoden der Schulmedizin. Für mehr als 40 Krankheiten sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Akupunktur als die Behandlung der Wahl. Die Bandbreite der Anwendung reicht von Kopfschmerzen über die Raucherentwöhnung bis hin zu psychosomatischen Beschwerden oder der Unterstützung von Heilungsprozessen. Eine relativ junge Form der Akupunktur ist die Elektroakupunktur. Hierbei stimulieren schwache elektrische Impulse den Akupunkturpunkt und seine Umgebung. So wird die Wirkung der Nadel verstärkt. Von besonderer Bedeutung für die Akupunktur ist das Ohr. Seine zahlreichen Akupunkturpunkte bilden laut TCM den gesamten Körper ab. Bei der noch jungen Disziplin der Ohrakupunktur werden kleine Pflaster auf das Ohr geklebt. Sie enthalten einen bestimmten Pflanzensamen. Die Pflaster werden über mehrere Tage getragen und stimulieren so die Meridiane.

Nach der Akupunktur wieder fit

Ergänzende Behandlungen

Als wirkungsvolle Ergänzung der Akupunktur gilt das Schröpfen. Hierbei setzen die Ärzte Schröpfkugeln auf die Akupunkturpunkte. Der Kontakt mit den erwärmten Gläsern erweitert die Blutgefässe und die Durchblutung wird stärker. In der TCM gibt es ausserdem noch zwei andere zentrale Behandlungsmethoden: Die Tuina-Massage arbeitet mit unterschiedlichen Methoden wie Streichen, Klopfen oder Vibrationen. Sie kommt vor allem in Verbindung mit der Akupunktur und dem Schröpfen zum Einsatz. Ergänzen können zum anderen phytotherapeutische, also pflanzliche Mittel – etwa in Form einer individuellen Kräutermischung.

Erstellt: 09.07.2020 07:00 Uhr