Digitale Lösunge Investieren leicht gemacht

Als führendes Finanzzentrum fokussiert sich die Schweiz verstärkt auf digitale Lösungen im Investmentbereich. Welche Vorteile sich daraus ergeben und welche Trends zu beobachten sind.   

Investieren leicht gemacht

Überweisung, Dispoerhöhung, Bar­geldeinzahlung: Nur die wenigsten dürften sich daran erinnern, wann sie zuletzt wegen einer dieser Belange einen Bankschalter aufgesucht haben. Immer häufiger erledigen Bankkundinnen und -kunden ihre Bankgeschäfte online. Klar ist auch: Nicht selten sind Online-Abwicklungen mit Blick auf das schrumpfende Filialnetz inzwischen ohnehin für manche Nutzer alternativlos.
Doch nicht nur Retail Banking läuft inzwischen bequem per Laptop oder Smartphone, auch für die Vermögensverwaltung braucht es nicht mehr zwangsläufig eine Finanzberatung vor Ort. Ebenso unter dem Begriff Robo-Advisor bekannt, hat sie sich zuletzt zu einer beliebten Lösung für Kapitalanlegende entwickelt. 


Investieren ohne Beratung 
Was es dazu braucht, ist eine App oder eine Desktop-Plattform, über die Interessierte Zugang zu professionellen Anlagestrategien erhalten – abgestimmt auf Risikobereitschaft, Anlagehorizont und die persönlichen Ziele. Das Besondere: Bei der digitalen Vermögensverwaltung kommt modernste Technologie zum Einsatz, um Investmentportfolios zu erstellen und zu managen. Grundlage dafür ist der Vermögensverwaltungsvertrag: Darin enthalten sind die Befugnisse des Vermögensverwalters, Entscheidungen – seien es der Handel mit Wertpapieren, die Auswahl von Anlagen und die Verwaltung des Portfolios – im Namen des Kunden zu treffen. 
Nach Festlegung des individuellen Risikoprofils und der Anlageziele wird ein Portfolio erstellt, das auf die Bedürfnisse des Anlegers zugeschnitten ist. Entgegen der klassischen Vermögensverwaltung, die häufig erst ab hohen Anlagebeträgen erhältlich ist, sind digitale Angebote bereits ab 500 Schweizer Franken verfügbar. In der Regel wird automatisiert investiert – oft in sogenannte ETFs, die für Exchange Traded Funds stehen. 
Wichtig: Bietet die klassische Vermögensverwaltung eine Beratung an, fehlt diese in der Regel bei der digitalen Variante. Aus Sicht zahlreicher digitaler Vermögensverwalter ist ein Anlageconsulting angesichts des digitalen Anlageprozesses jedoch nicht nötig und wäre nur ein unnötiger Kostenfaktor. Wer dennoch eine digitale Vermögensverwaltung mit Beratung wünscht, kann schweizweit zu ein paar wenigen sogenannten «hybriden» Modellen greifen. 


Vorteile digitaler Anlagen
Feststeht: Wer auf eine digitale Vermögensverwaltung setzt, profitiert gleich in mehrerlei Hinsicht. Denn die Lösungen sind im Vergleich zu traditionellen Anbietern kosteneffizient und ermöglichen, niederschwellig in verschiedene Anlageklassen zu investieren. Auch ist die digitale Variante weniger zeitaufwändig und erlaubt es, durch die Einbindung moderner Technologie die digitale Vermögensverwaltung komfortabel von zu Hause über eine Desktop-Anwendung oder eine Smartphone-App aus zu starten. Nicht zuletzt überwachen digitale Vermögensverwalter eigenständig und kontinuierlich das Portfolio, um jederzeit eine optimale Zusammensetzung sicherzustellen.


Kryptowährungen im Blickpunkt
Was auffällt, ist der zunehmende Einfluss Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Verwaltung von Vermögen. Immer mehr Anbieter integrieren KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sei es bei der Portfolioanalyse oder der personalisierten KI-Beratung. Und nicht nur das: Auch Kryptowährungen und die zugrundeliegende Blockchain-Technologie hauchen der Vermögensverwaltung neuen Wind ein. Sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Investoren ist Fachleuten zufolge die Nachfrage nach Bitcoin und Co. gross. Laut einer in diesem Jahr publizierten Blackrock-Umfrage sind 75 Prozent der professionellen Investoren bereit, innerhalb der kommenden zwei Jahre in ein Bitcoin-ETP (Exchange Traded Product) zu investieren. Stark gestiegen ist ebenso die Akzeptanz von Kryptowährungen: Allein in Europa gibt es rund 25 Millionen Kryptoanlegende. 
Gut zu wissen: Die digitale Vermögensverwaltung unterliegt in der Schweiz dem strengen Datenschutzgesetz (DSG). Dieses regelt nicht nur die Verarbeitung personenbezogener Daten, sondern sieht zudem eine Pflicht zur Bereitstellung einer Datenschutzerklärung vor. Darüber hinaus sind Anbieter verpflichtet, für technische und organisatorische Massnahmen zu sorgen, um Daten vor Verlust und unberechtigtem Zugriff zu schützen und diese nur für notwendige Zwecke zu verarbeiten – immer unter Einhaltung des Bankgeheimnisses. Grundsätzlich nichts Neues, denn auch schon zu den klas

Erstellt: 20.09.2025 07:00 Uhr

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