Finanzen Zinspolitik gibt Richtung vor
Konservativ Geld anlegen oder doch eher ins Risiko gehen – mit der Chance auf einen höheren Ertrag? Für viele Anlegende ist es die Frage aller Frage, wenn es darum geht, Geld gewinnbringend auf die hohe Kante zu legen. Wie viel sie in der Schweiz in verschiedene Anlageformen und -produkte investiert haben, untersuchte eine im Frühjahr von moneyland.ch durchgeführte Umfrage: 82 Prozent der 1‘500 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz gaben an, zumindest einen Teil ihres Vermögens auf einem Privatkonto zu halten. Das Sparkonto kommt mit 79 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt vom Bargeld (68 Prozent) an dritter Stelle. Trotz aller Vorsicht spielen börsengehandelte Fonds eine zunehmende Bedeutung. Gaben vor fünf Jahren nur 17 Prozent der Befragten an, in sogenannte ETFs zu investieren, verdoppelte sich die Zahl auf nunmehr 38 Prozent.
Anleihen und Gold im Fokus
Doch welche Anlageformen bieten sich mit Blick auf das kommende Jahr an? Grundsätzlich gelten Anleihen als bevorzugtes Instrument, um Stabilität in ein Portfolio zu bringen. Laut Daten der Zürcher Kantonalbank aus dem jüngst veröffentlichten «Anlagenausblick 2026» rentierten Unternehmensanleihen im laufenden Jahr mit durchschnittlich vier bis fünf Prozent. Chancen auf Kursgewinne bei Unternehmensanleihen könnten sich mit dem Fortsetzen der US-Zinssenkungen in den nächsten Monaten ergeben – ein Anfang dafür scheint mit einem weiteren Zinsschritt der US-Notenbank vor zehn Tagen gemacht.
Da besonders in unsicheren Zeiten sein Preis wenig mit anderen Anlageklassen korreliert, könnte Gold wie schon im laufenden Jahr weiter durchstarten. Und: In vielen Portfolios wie etwa den amerikanischen und Schweizer Vorsorgegeldern ist der Goldanteil im Vergleich zu den traditionellen Anlageklassen noch gering, weshalb das Edelmetall laut Anlagenausblick 2026 im nächsten Jahr weiterhin Aufmerksamkeit bekommen dürfte. Denn mit einer zunehmenden Staatsverschuldung sind Investierende auf der Suche nach einer harten Währung, deren Angebot – so wie bei Gold – sich nicht beliebig erweitern lässt.
Erstellt: 13.02.2026 07:00 Uhr
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