Biobasierte Baumaterialien Gesucht: Alternative Baustoffe

Die Zukunft des nachhaltigen Bauens? Vielversprechend – weil Forschende kontinuierlich an der Verbesserung der  Eigenschaften neuer Materialien arbeiten, so auch in Dänemark.

Gesucht: Alternative Baustoffe

Was haben Hanf, Tierknochen und Textilabfälle gemeinsam? Sie zählen zu den Materialien, die Forschende als potenzielle Komponenten in zirkulären, biobasierten Baumaterialien im Visier haben. Weshalb? Allein deshalb, weil diese Rohstoffe die Umwelt deutlich weniger belasten und zur Klimaneutralität beitragen. Derzeit verbraucht die Bauindustrie etwa die Hälfte der weltweit gewonnenen natürlichen Ressourcen. Rund 22 Prozent des Schweizer Material-Fussabdrucks stammen laut dem «Circular Gap Report – Switzerland» (CGR) aus dem Bausektor.
Bindemittel aus 
Biopolymeren
Damit neue Baustoffe gangbare Alternativen sind, müssen sie ausreichend stark, ästhetisch akzeptabel sein und eine ausreichende Haltbarkeit haben. Eine Herausforderung, der sich aktuell Forschende der Technical University of Denmark (DTU) unter der Leitung von Professor Anders Egede Daugaard stellen. Sie kombinieren geeignete faserige Füllstoffe wie Seegras, Sägemehl oder alte Hosen mit Wasser und biologisch abbaubaren Biopolymeren, hergestellt aus zum Beispiel gekochten Tierknochen oder Zucker aus Algen. Daraus entstehen neue Materialien, die sich für das 3D-Druckverfahren oder als Verbundwerkstoffe eignen. Gut zu wissen: Herkömmliche Polymere basieren auf Erdöl. 
Robustheit optimieren
Die Forschung an der DTU hat bereits vielversprechende Ergebnisse hervorgebracht, etwa Materialien, die denen aus echtem Holz nahekommen. Weiterer Pluspunkt der neu entwickelten DTU-Baustoffe: Sie sind potenziell rezyklierbar, was Abfall reduziert. Nebenprodukte werden wieder in die Produktionskette integriert – und zwar fünf Mal, bevor es die Materialqualität beeinträchtigt. Die Einführung dieser neuen Materialien auf Baustellen hängt von der jeweiligen Anforderung an Festigkeit und Haltbarkeit ab: Noch sind die Baustoffe anfällig für Feuchtigkeit, was ihre Verwendungsmöglichkeiten einschränkt und eine Schutzschicht erforderlich macht. Aber daran tüfteln die dänischen Forschenden bestimmt bereits …

 

Erstellt: 15.07.2025 07:00 Uhr

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