Klimawandel Kein «nice to have»

Der Klimawandel macht vor der Schweiz nicht halt – im Gegenteil, wie die aktualisierten Klimaszenarien zeigen.  Die Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs ist der wichtigste Hebel – auch beim Bauen.  

Kein «nice to have»

Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern Notwendigkeit – auch in 2026 und darüber hinaus. Das zeigt sich vor allem mit Blick auf den Klimawandel – global betrachtet und in der Schweiz. Tropennächte erschweren Menschen in den Städten wie Zürich den Schlaf, Gemüsebäuerinnen kämpfen aufgrund trockener Sommer mit zu trockenen Böden und heftige, häufigere Starkniederschläge zwingen Hausbesitzer dazu, sich auf drohende Überschwemmungen einzustellen – eine Zukunft, die gemäss den Resultaten der neuen Schweizer Klimaszenarien der Klimaforschenden des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und der ETH Zürich bei ungebremstem Klimawandel absehbar ist. Massnahmen zur Emissionsreduktion dämmen die Auswirkungen auf die Schweizer Natur, Gesellschaft und Wirtschaft ein und sind unabdingbar. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen; gefragt ist hierbei nicht nur die nationale Politik.


Beispiel Baubranche 
Laut Bundesamt für Energie (BFE) trägt der Bausektor mit 23,9 Prozent der CO2-Emissionen und 44,4 Prozent des Energieverbrauchs erheblich zur Umweltbelastung bei. Längst geht es beim Bauen nicht mehr nur darum, Umweltauswirkungen zu minimieren, sondern auch proaktiv zur Regeneration der Umwelt einen Beitrag zu leisten – ob durch die Integration erneuerbarer Energielösungen, wozu auch effiziente Speichertechnologien zählen, smartes Gebäudemanagement oder den Einsatz nachwachsender und innovativer Baumaterialien. 
Mögliche Massnahmen, die an Bedeutung gewinnen: Gebäude (z. B. aus Holz), die Kohlenstoff binden, Bausubstanzen, die Biodiversität fördern – zum Beispiel begrünte Fassaden –, und Materialien, die mehrfach wiederverwendet werden können und damit auch weniger Abfall erzeugen. Stichwort: Kreislaufwirtschaft. Die Recyclingquote von Bauabfällen ist in der Schweiz mit über 70 Prozent zwar bereits hoch, dennoch schlummert hier noch Potenzial, recycelte Materialien besser zu verwerten und verstärkt wieder in den Produktionskreislauf einzuführen. 

Erstellt: 17.02.2026 07:00 Uhr

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