Atmender Beton Ohne Moos nix los?
Die Wahl der Baustoffe beeinflusst nicht nur Aussehen und Stabilität, sondern auch Klima- und Umweltbilanz von Gebäuden. Nachhaltige Materialien sparen Energie, schonen Ressourcen und sorgen für ein gesundes Raumklima. Innovative Ideen und Baustoffe, die aus nachwachsenden, gut recycelbaren und langlebigen Rohstoffen bestehen, sind gefragter denn je. Neben den Klassikern Holz, Lehm oder Naturstein gibt es inzwischen einige innovative Lösungen auf dem Markt – vom Recyclingbeton bis hin zu Dämmplatten aus Pflanzenfasern.
Aktuell in den Fokus rücken Moose, von denen es weltweit rund 16‘000 Arten gibt und die ohne Wurzeln und Leitgefässe für den Transport von Wasser und Nährstoffen auskommen. Weitere nachhaltige Vorteile: Die ältesten Landpflanzen puffern Temperatur, speichern Wasser und verbessern die Luftqualität. Das macht die Überlebenskünstler als Baustoff attraktiv, und ihre Genügsamkeit senkt zudem den Pflegeaufwand.
Atmender Beton
Ob als Fassadenverkleidung, akustisches Wandpaneel oder Bestandteil bioaktiver Baumaterialien – es wird fleissig mit dem Naturmaterial Forschung betrieben. Dass Moos auch bauphysikalisch überzeugt, zeigen Studien zur Dämmwirkung. Die Pflanzenstruktur bildet ein natürliches Luftpolster, das Wärmeleitung hemmt. Im Sommer kühlt das, im Winter isoliert es.
Einen Schritt weiter in der praktischen Anwendung ist man in puncto Symbiose aus Moos und Beton. Voraussetzung für den speziellen biorezeptiven Beton sind eine offenporige Struktur, eine raue Oberfläche und ein neutralisierter PH-Wert, damit Moose als natürlicher Klimaregulator auf Fassaden wachsen können. In den Niederlanden und Belgien ist der «Moosbeton» bereits erhältlich.
Erstellt: 23.03.2026 07:00 Uhr
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