Vertrauliche Dokumente «Aktenvernichtung ist unsere grosse Stärke»

Seit rund 25 Jahren ist Reisswolf schweizweit eine feste Grösse in der Akten- und Datenträgervernichtung. Bruno Röschli spricht über das Thema Sicherheit und welche neuen Technologien diese ermöglichen.

«In vielen Archiven gibt es noch viele Akten, die es zu entsorgen gilt»

Im Interview: Bruno Röschli, Verkaufsleiter und Prokurist Reisswolf Aktenvernichtungs-AG

Herr Röschli, bei der Marke Reisswolf weiss jeder sofort, worum sich Ihr Geschäftsmodell dreht. Wie hat es sich seit seiner Gründung bis heute entwickelt?

Der Startschuss wurde mit der Unterzeichnung des Vertrages mit Reisswolf International im September 1996 gegeben. Wir begannen an den drei Standorten Zürich, Basel und Luzern. Zunächst stand die klassische Aktenvernichtung für ein paar wenige KMU im Zentrum. Datenschutz war ein Fremdwort. Heute findet man praktisch in allen Unternehmungen Daten, die sicher und rückstandsfrei vernichtet werden sollten. Waren am Anfang die Daten vor allem auf Papier gedruckt, sind es heute mehr und mehr digitale Speichermedien, die sicher entsorgt werden müssen. Ende 2019 haben wir unseren vierten Standort in Genève aufgebaut, mit dem Ziel, direkt vor Ort in der Romandie präsent zu sein. Mit kurzen Wegen können wir heute praktisch in allen Ecken der Schweiz unsere Dienstleistung anbieten.

In einer zunehmend digitalen Welt geht der Anteilan Papier-Akten stark zurück. Wie wirkt sich diesauf Ihre Arbeit aus?

Das papierlose Büro ist theoretisch möglich, praktisch jedoch nicht umsetzbar. Aufgrund derneuen Datenschutzrichtlinie in Europa und deren Verantwortung mit dem Umgang von persönlichen Daten, hat sich die Klientel für die sichere Aktenvernichtung verändert. Die Digitalisierung wird weiterentwickelt werden, Papierarchive werden im grossen Stil verschwinden. Noch liegen aber viele Akten in Papierform in zahllosen Archiven, die entweder digitalisiert oder einfach vernichtet werden müssen.

Welche Möglichkeiten haben Sie, elektronische Speichermedien zu vernichten?

Grundsätzlich sollten neben Handys, Laptops und Tablets auch die Festplatten immer ordnungsgemäss geschreddert werden. Nur die reine Datenlöschung nützt nichts. Hierbei unterstützen wir unsere Kunden, indem wir am Standort Zürich in eine spezielle Schredderanlage für Festplatten und für alle anderen Speichermedien in die entsprechendenAnlagen investiert haben. Wir vernichtenTapes, CDs, DVDs, USB-Sticks, Microfichen sowie Kredit- und Ausweiskarten.

Mit dem e.l.sy Schliesssystem haben Sie eineninnovativen Behälter im Einsatz. Wie funktioniert er?

Dieses geprüfte Schliesssystem verfügt über einen RFID-Chip, der es erlaubt, mittels einer Karte den Behälter zu öffnen. Dank des Chips wird alles Wichtige aufgezeichnet und registriert, um Vorgänge rückverfolgen zu können. So weiss man etwa, an welchem Ort und zu welcher Zeit ein Behälter entleert wurde.

Können ebenso individuelle Schliessrechte vergeben werden?

Ja, das ist ganz wichtig – gerade bei grossen Gebäuden mit verschiedenen Firmen. Jede Unternehmung möchte natürlich allein ihren eigenen Behälter öffnen können. Hierfür verteilen wir einen individuellen Code. Es sind auch unterschiedliche Zugangsrechte innerhalb einer Firma für einen Behälter programmierbar. So können brisante Daten etwa aus der Buchhaltung oder Personalabteilung nicht an unbefugte Mitarbeitende anderer Abteilungen gelangen.

Was tun Sie alles für eine höchstmögliche Sicherheit?

Hierzu zählt ein passives GPS-Trackingsystem unserer Fahrzeuge, die im Übrigen alle über einen festen Aufbau verfügen. Unsere Gebäudeinfrastruktur ist den Anforderungen der DIN 66399 angepasst worden. Dies beinhaltet unter anderem Zutrittskontrollen, Alarm- und Videoüberwachung.Seit 2016 sind wir auch für alle drei Teile nach DIN66399 zertifiziert und erfüllen somit mehr als nur die Anforderung für höchste Ansprüche.

Wie geht es nach der Dokumentenvernichtung weiter?

Das zerkleinerte und datenschutzkonform vernichtete Material wird zu Ballen gepresst und als Rohstoff in den Stoffkreislauf des Papierrecyclings zurückgeführt. Daraus entstehen unter anderem Papierservietten oder Toilettenpapier – ein quasi geschlossener «Kreislauf».

Ganz neu ist ein Bestellportal – Reisswolf goes digital. Was kann man sich darunter vorstellen?

Bislang konnten Interessenten für einen Kundenauftrag ein Kontaktformular ausfüllen. Seit neuestem haben wir jedoch ein komplett neues System – ein Portal, das elektronisch funktioniert und Telefonate überflüssig macht. Alles läuft digital – von der Offertanfrage bis zum unterschriebenen Vertrag. Das vereinfacht die Administration

Erstellt: 29.04.2021 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Reisswolf Aktenvernichtungs-AG erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.