Altersarmut verhindern Den Vorsorge-Radar rechtzeitig aktivieren

Es ist ein Thema, mit dem die meisten Menschen sich eher ungern beschäftigen: die Altersvorsorge. Wer jedoch im Alter weiterhin gut leben möchte, sollte früh genug Verantwortung übernehmen.

Den Vorsorge-Radar rechtzeitig aktivieren

Die goldenen Rentenjahre seien vorbei, hört und liest man, was bleibt ist die Angst vor der Altersarmut. Selbst bei den jungen Schweizern, die noch Jahrzehnte vor der Pension stehen, befindet sich laut aktuellem Jugendbarometer 2020 von Credit Suisse die Sorge, im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein undden bisherigen Lebensstandard nicht mehr halten zu können, auf Platz eins. «Die Sorgenwahrnehmung der Jugendlichen widerspiegelt die politischen Debatten und gesellschaftlichen Gegebenheiten [...] deutlich.

In der Schweiz gehört schliesslich die Altersvorsorge zu den grössten Reformvorhaben unserer Zeit», heisst es in der Pressemitteilung der Credit Suisse. Nicht ohne Grund, denn Armut im Alter ist in der Schweiz präsent: Fast jeder fünfte Schweizer ab 66 Jahren ist laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arm. Mit einer Quote von 19,5 Prozent landet die Schweiz unter den OECD Mitgliedstaaten damit aktuell auf Platz zehn der Rangliste.

Laut einer Umfrage im Rahmen des Raiffeisen Vorsorgebarometers 2018 sind die Erwartungen von Schweizerinnen und Schweizern bezüglich der benötigten Geldmittel im Ruhestand hoch. Rund zwei Drittel der Befragten glaubt, dass sie im Ruhestand gleich viel oder gar mehr Geld benötigen als mit 55 bis 65 Jahren. Gemäss dem Schweizer Vorsorgesystem erreichen die Mittel aus AHV und Pensionskasse aber oftmals nur rund 60 Prozent des vor der Pensionierung erzielten Einkommens. Wichtig ist es daher, sich frühzeitig mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen.

Dritte Säule fristet Schattendasein

Doch wie der aktuelle Vorsorgebarometer der Genossenschaftsbank Raiffeisen erneut zeigt, tun die Schweizer zu wenig für eine sorgenfreie Rente. Im Vergleich zum Vorjahr sehen zwar deutlich weniger Menschen den Staat in der Verantwortung für die Altersvorsorge, sondern viel mehr sich selbst. Gespart wird dabei trotzdem kaum vermehrt. Im Gegenteil: Die Gruppe der 51bis 65jährigen möchte gar weniger sparen, heisst es im Bericht. Mehr noch: Wie eine aktuelle repräsentative Umfrage des OnlineVergleichsdienstes Comparis zeigt, haben die Schweizer im vergangenen Jahr weniger Zahlungen geleistet – aufgrund von Coronabedingter Kurzarbeit und Entlassungen. Von den 53 Prozent der Befragten, die eine 3a-Vorsorgelösung haben, gab jede fünfte Person an, in 2020 weniger oder gar nicht in die Säule 3a eingezahlt zu haben. Knapp ein Fünftel davon erklärte, das Geld in andere Anlagen investiert zu haben, zum Beispiel direkt in Aktien auf einem Bankkonto.

Potenziale nutzen

Für viele endet der Vorsorgeanspruch mit der zweiten Säule, also mit der Grundsicherung der Altersvorsorge. Das Potenzial der 3. Säule, dazu da, den Lebensstandard im Ruhestand zu halten, wird oftmals unterschätzt. Denn: Wer rechtzeitig mit dem Sparen anfängt und mit der 3. Säule privat für die Rente vorsorgt, der profitiert von Steuervorteilen, da die Beiträge in Vorsorgeformen der Säule 3a steuerlich geltend gemacht werden können. Daher raten Experten dazu, die persönliche Vorsorgesituation unter die Lupe zu nehmen respektive von einem unabhängigen Experten analysieren zu lassen, um mit einer Schliessung etwaiger Vorsorgelücken entspannt Richtung Pension blicken zu können.

Erstellt: 10.08.2021 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.