Energieeffizienz Was sagt die Energieetikette aus?

Energieetiketten klassifizieren eine Vielzahl von Geräten nach ihrer Energieeffizienz. Produkte werden nach wichtigen Kriterien und Eigenschaften verglichen und einer Energieeffizienzklasse zugeordnet. Das hilft bei der Wahl des Produktes. Was sollte man über Energieetiketten wissen?

Wie funktionieren Energieetiketten?

Wer ein neues Gerät kauft, möchte natürlich wissen, wie effizient das Produkt ist. Dank der Energieetikette können Produkte in ihrem Energieverbrauch und anderen wichtigen Kennzahlen miteinander verglichen werden. Die Energieetikette hilft im besten Fall auch bei der Kaufentscheidung. Sie klassifiziert eine Vielzahl von Geräten nach ihrer Energieeffizienz wie Backöfen, Kaffeemaschine, Lampen oder Fernseher. 2003 wurden die ersten Energieetiketten eingeführt. Seitdem hat sich die Technologie gewaltig weiterentwickelt, weshalb sich auch die Skalen auf den Energieetiketten verändern.

Die Klassifizierung erfolgt mit Buchstaben und Farben und geht von A (sehr effizient) bis G (ineffizient), bzw. von grün bis rot. Neben dem Energieverbrauch werden auch andere relevante Kennzahlen angegeben wie der Benzinverbrauch pro 100 Kilometer bei Autos oder der Stromverbrauch bei elektronischen Geräten. Weitere wichtige Kennzahlen wie der CO2 -Ausstoss pro Kilometer, der Wasserverbrauch oder die Lärmemissionen sind ebenfalls häufig ersichtlich.

Die Energieetikette für diverse Haushaltsgeräte wurde überarbeitet und ist seit März 2021 gültig. (Grafik: Energie-Experten)

Neue Energieetikette seit 2021

Um Probleme wie den Klimawandel und weniger verfügbare Energie in den Griff zu bekommen, ist die Energieetikette hilfreich. Sie unterstützt die langfristige Energieagenda der Schweiz. Seit dem 1. März 2021 gelten in der Schweiz und in der EU daher für TV-Geräte, Computer-Monitore, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner sowie für Kühl- und Gefriergeräte neue Kategorien zur Kennzeichnung der Energieeffizienz. Als Grundlage dienen verschärfte Ökodesign-Anforderungen und Aspekte wie Ressourceneffizienz, Gerätereparierbarkeit, Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen sowie Recyclingmöglichkeiten werden neu mit einbezogen. Die ersten Kategorien sind aktuell in einer Übergangsphase, in der alte und neue Etiketten erlaubt sind. Weitere Produkte wie zum Beispiel Lampen folgen ab September 2021. Wer darüber mehr erfahren möchte oder sich zu anderen wichtigen Themen rund um das Thema Energie informieren will, findet viele anschauliche Informationen auf dem neuen Portal enex.me der EKZ-Energieberatung.

Merkmale der neuen Energieetikette 2021

  • Die bekannten Regenbogenfarben der Effizienzklassen von Grün (beste Klasse) bis Rot (schlechteste Klasse) bleiben bestehen.  
  • Die sieben Stufen der Energieeffizienzklassen-Skala sind mit den Buchstaben A bis G bezeichnet. Die Klassen A+ und A++ sowie A+++ verschwinden.
  • Die Anforderungen für alle Energieeffizienzklassen sind strenger geworden. Ein gutes Gerät, das bisher eine A++-Etikette trug, gehört nun in die neue Klasse B oder C. Es ist deswegen nicht schlechter geworden.
  • Die Effizienzklassen wurden so definiert, dass es bei der Einführung der neuen Energieetikette noch keine Geräte in der besten Klasse A geben wird. Diese lässt Platz nach oben für künftige, noch bessere Geräte. Es ist aber absehbar, dass erste Geräte schon heute die A-Klassierung erreichen können (u.a. Waschmaschinen und Kühlschränke).
  • Die Berechnungsmethode, die Richtlinien zur Deklaration und die Messmethoden wurden angepasst. Ein Vergleich oder ein direktes Umrechnen zwischen der alten und der neuen Energieetikette ist darum nicht möglich.
  • Die Piktogramme mit Zusatzinformationen unter der Effizienzklasse wurden neu gestaltet und ergänzt.
  • In der EU ist ein QR-Code Pflicht, welcher zu einer neuen EU-Produktdatenbank (EPREL) verlinkt. Dort finden sich weitere Informationen zum Produkt. Der QR- Code ist in der Schweiz nicht obligatorisch, darf aber gezeigt werden.

Erstellt: 07.07.2021 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Elektrizitätswerke des Kantons Zürich Energieberatung erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.