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Welpenkauf

Welpenkauf im Internet

In Zeiten von Zalando, ElitePartner, LeShop & Co. beginnt auch die Suche nach einem Hund im Internet. Egal welche Farbe und ob gross, klein, wuschelig oder glatthaarig – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht nur bei Züchtern und in Kleinanzeigen, sondern auch auf speziellen Internet-Seiten werden Welpen zum Kauf angeboten. Schon nach wenigen Klicks ist der Vierbeiner bestellt. Viele Menschen wissen nicht, dass dabei Vorsicht geboten ist. Beim Kauf eines Hundes sollten Sie auf einiges achten, um einen seriösen Welpenkauf zu ermöglichen und dem Hund gerecht zu werden. 

Herzige Bilder verleiten zum spontanen Welpenkauf und täuschen über die oft unseriöse Herkunft hinweg.

Über Umwege zum Hunde Happy End

Der Welpenkauf im Internet boomt. Wie im Katalog sind die Hunde nach Rassen sortiert und auf den Fotos erweichen ihre Blicke jedes Herz. So sollen Welpen schnell ein schönes Zuhause finden - eine kurze Wartezeit und keine unangenehmen Fragen sind garantiert. Luna war so ein Welpe aus dem Katalog. Sie wurde für Bekannte bestellt, die dann den Hund doch nicht wollten. So kam die junge Hündin ins Tierheim, wo sie zum Glück nicht lang auf ein neues Zuhause warten musste.

Auch Hund Nero wurde im Internet bestellt und dann nach kurzer Zeit im Tierheim abgegeben. Sein Besitzer wollte ihn für die Arbeit im Sicherheitsdienst einsetzen, doch leider war der Schäferhund gesundheitlich angeschlagen. Im Alter von acht Monaten musste er bereits an der Hüfte operiert werden. Schuld daran ist der schlechte Züchter. Wenn nicht ganz penibel darauf geachtet wird, dass nur gesunde Tiere Nachwuchs zeugen, leiden die Welpen unter den rassetypischen Krankheiten.

Ein unüberlegter Welpenkauf führt immer häufiger dazu, dass Junghunde ins Tierheim abgeschoben werden.

Nicht alle Welpen haben Glück

Nicht jedem Welpen kann geholfen werden, der im Internet bestellt und dann krank in die Schweiz geliefert wird oder nicht mehr erwünscht ist. Manche dieser Hunde leiden an schweren Organschäden und Rassen wie der Mops und die Französische Bulldogge kämpfen oftmals aufgrund der extrem verkürzten Schnauze mit Atemnot und Erstickungsanfällen. Für einige Hunde kommt jede Hilfe zu spät und ein Tierarzt muss sie erlösen. Sehr belastend ist zudem der Transport und etliche Welpen überleben die lange Reise in die Schweiz nicht. Immer wieder erkranken Welpen aus dem Ausland auch an Parvovirose oder Staupe. Gegen diese Krankheiten existieren zwar Schutzimpfungen, weil sie oft tödlich verlaufen. Doch viele Welpen aus dem Internet sind nicht gegen die beiden Krankheiten geimpft. Die Verluste sind in diesem traurigen Geschäft mit Welpen einkalkuliert. In den osteuropäischen «Zucht-Fabriken» warten schon die nächsten Welpen darauf, fotografiert und im Internet angeboten zu werden. Es sind Hunde, deren Mütter zu reinen Gebärmaschinen degradiert wurden. Sobald sie ausgelaugt sind und nicht mehr werfen, werden sie achtlos entsorgt.

Ein Heimtierpass ist wichtig beim Welpenkauf im Ausland, doch ist er leider kein Garant für einen seriösen Händler.

Machen Sie beim Welpenkauf alles besser

Wenn Sie sich einen Hund an Ihrer Seite wünschen, dann machen Sie es besser als die Käufer*innen von Luna und Nero. Es ist wichtig zu wissen, was einen seriösen Welpenkauf ausmacht, denn es gibt inzwischen viele unseriöse Angebote und illegalen Welpenhandel, die oft mit niedrigen Preisen zu unüberlegten Anschaffungen verleiten. Beim Kauf eines Welpen sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Informieren Sie sich  vor dem Welpenkauf, was ihr künftiger Hund braucht, und ob sie ihm gerecht werden können.
  • Wählen Sie eine Rasse aus, deren Charakter zu Ihnen passt.
  • Fragen Sie immer genau nach der Herkunft des Vierbeiners und lernen Sie ihn persönlich kennen, bevor Sie sich für einen entscheiden.
  • Ein Hund sollte nicht direkt nach Hause, auf einen Parkplatz oder an die Grenze geliefert werden.

Und wichtig: Schlafen Sie nach dem Kennenlernen nochmal darüber, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Denn mit der Anschaffung eines Hundes gehen Sie eine lange Verpflichtung ein und sollten dem Hund bis zuletzt ein gutes Leben ermöglichen können.

Erstellt: 01.10.2020 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. in Kooperation mit Zürcher Tierschutz erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.