Moderne Diagnostik Das Labor im Zentrum der Medizin

Dank des rasanten Fortschritts der Technologie sind heute Diagnosen möglich, von denen Mediziner noch vor Jahren geträumt haben – Wissen, das uns auch in der Pandemie hilft.  

Das Labor im Zentrum der Medizin

Nicht zu wissen, worauf eine Erkrankung oder körperliche Schwäche zurückzuführen sind, kann für Betroffene äusserst belastend sein. Gerade bei selteneren Krankheiten vergehen oft Monate, manchmal gar Jahre bis zur exakten Diagnose. Die gute Nachricht: Inzwischen ist es durch die Untersuchung von Körperflüssigkeiten und -geweben möglich, selbst kleinste Spuren von krankheitstypischen Substanzen, Abwehrstoffen, genauso wie von Antikörpern und Erbgutbestandteilen nachzuweisen – nicht selten der entscheidende Hinweis, um die passende Therapie beispielsweis bei einer Tumorerkrankung einzuleiten.
Ein Verfahren, welches bereits immer häufiger zum Einsatz kommt, ist Liquid Biopsy. Wurde etwa eine Krebserkrankung bereits festgestellt, kennt man in der Regel den für sie typischen Biomarker. Dies hat den Vorteil, Bluttests leichter entwickeln zu können als dies zum Zeitpunkt der Früherkennung möglich ist. Anwendung finden Liquid Biopsy-Verfahren bei der Therapieplanung, um zu überprüfen, ob eine Krebserkrankung auf die Therapie anspricht oder um einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.


Testen für mehr Klarheit

Ein weiteres Beispiel für Moderne Diagnostik ist der Corona-Antikörpertest. Ziel dieses Tests, der pandemiebedingt zuletzt an Bekanntheit gewonnen hat, ist es, die eigene Immunität zu ermitteln. Werden bei einer Person durch den Test Antikörper ausfindig gemacht, ist davon auszugehen, dass diese eine Coronavirus-Infektion überstanden hat und immun ist. Generell ist es jedoch notwendig, rund zwei bis drei Wochen zu warten, bis die sogenannten IgG-Antikörper im Blut nachweisbar sind.
Ebenso anhand dieses Tests nachweisbar ist der Erfolg einer COVID-19-Impfung. Dies ist möglich, da die bekanntesten der derzeitigen Impfstoffe das sogenannte Spike-Protein von SARS-CoV-2 als Zielantigen nutzen und sich so bei einer Impfung in der Regel spezifische Antikörper gegen dieses Protein bilden. Auch hier empfiehlt es sich jedoch abzuwarten und bei Bedarf den Test frühestens sieben Tage nach dem zweiten Impftermin durchzuführen.

Erstellt: 27.07.2021 07:00 Uhr

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