Digitalisierung Mit höheren Budgets zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

Kaum ein Faktor ist heute so entscheidend, um erfolgreich und wettbewerbsfähig am Markt aufzutreten, wie die Digitalisierung. Ob im Rechnungswesen, in der HR-Abteilung, in der Produktion oder der Logistik: Die digitale Transformation schreitet überall voran und macht Abläufe deutlich effizienter – besonders mit Blick in die Zukunft.
Denn fortan wird es immer wichtiger, Daten nicht nur zusammenzutragen, sondern auch daraus den Erkenntnisgewinn mittels maschinellen Lernens zu steigern. Was sich immer mehr zeigt: Wer frühzeitig auf Digitalisierung gesetzt hat, ist hinterherhinkenden Wettbewerbern einen grossen Schritt voraus. Es ist jedoch nie zu spät, nachzurüsten und sich für die Zukunft fit zu machen – die beruhigende Nachricht für Nachzügler, die bislang eher klassisch unterwegs waren.
Mehr Geld für Digitalisierung
Wie es konkret in der Schweizer Wirtschaft rund um Investitionen in digitale Technologien bestellt ist, hat der Digital Journey Monitor 2023 von DXC Technology unter die Lupe genommen. Demnach wollen die Unternehmen in der Schweiz bis zum Jahr 2025 im grösseren Stil digitale Technologien nutzen, die direkt zu einer Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Innovationsschübe erhoffen sich die Firmen insbesondere aus der Analyse von Daten, effizienteren Prozessen und der Nutzung neuer Business-Modelle. Weitere Erkenntnisse der Umfrage, für die mehr als 100 Geschäftsführer und IT-Spezialisten befragt wurden: Um diese Ziele zu erreichen, ist das Gros der Schweizer Unternehmen dazu bereit, grössere Geldbeträge in die Hand zu nehmen.
54 Prozent der Entscheider planen laut Digital Journey Monitor, in den nächsten drei Jahren ihre Budgets für Data Science, Machine Learning und Künstliche Intelligenz (KI) aufzustocken. Darüber hinaus hat gut jede zweite Firma vor, während dieser Zeit auch zusätzliches Geld auszugeben, um die Automatisierung von Prozessen voranzubringen.

Mehr Know-how gefordert
Trotz der Überzeugung, in digitale Technologien zu investieren, hapert es oft noch an ganz anderer Stelle in der Umsetzung solcher Pläne. Denn ein Grossteil der Entscheidenden berichtet der Untersuchung zufolge von verschiedenen Hürden, welche eine neue systematische Verwertung von Daten erschweren.
Neben dem fortschreitenden Fachkräftemangel bemängeln die Verantwortlichen fehlendes Know-how in den Unternehmen selbst. Knapp drei Viertel der Befragten identifizieren die mangelnden Fähigkeiten für die systematische Nutzung von Daten im eigenen Haus als zentralen Stolperstein in der Praxis. Hinzu kommt, dass zahlreiche transformationswillige Entscheider von starren Zuständigkeiten und fehlender Bereitschaft in der Belegschaft für innovative Digitalisierungsprojekte ausgebremst werden. Grundsätzlich sehen die Macher der Studie positive Ansätze.
«Die Resultate der jüngsten digital-Journey- Umfrage bestätigen, dass die grosse Mehrheit der Entscheider in der Schweiz auf eine Digitalisierungsstrategie setzt, die das Unternehmen ganzheitlich durchdringt», ist sich Dr. Bruno Messmer, Head of Digital Strategy & Transformation Consulting bei DXC Technology sicher. Nur so liessen sich die komplexen Herausforderungen meistern.
Riskante Sorglosigkeit
So wichtig es ist, mittels Digitalisierung auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, so zentral sind gleichermassen Investitionen in Cybersicherheit – insbesondere mit Blick auf die wachsende Bedrohungslage. Doch die Umsetzung ist eher ernüchternd, wie das Markt- und Sozialforschungsinstitut GFZ Zürich im September in einer Befragung unter 502 Betrieben herausfinden konnte.
Demnach führt in KMU eine weiterhin geringe Priorität dazu, dass Schutzmassnahmen nur zögerlich umgesetzt werden. Auch wenn es durchaus Unternehmen gibt, die sich selbst als sogenannte „Digitale Pioniere“ bezeichnen und bei der technischen und organisatorischen Umsetzung von IT-Sicherheitsmassnahmen fortgeschrittener sind als der Durchschnitt.
Dennoch hat sich die Zahl jener Unternehmen von rund 20 Prozent in den vergangenen Jahren auf zehn Prozent halbiert. Die Verantwortlichen der Befragung mahnen deshalb dazu, vor allem organisatorische Massnahmen wie die Sensibilisierung von Mitarbeitenden oder die Datensicherung ernster zu nehmen und entsprechend zu adressieren.
Erstellt: 20.02.2024 07:00 Uhr
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