Finanzen Für jeden Wunsch die passende Lösung

Konsumkredit oder Kauf auf Raten? Worauf es jeweils zu achten gilt, und warum Frauen bei der Kreditvergabe häufig benachteiligt werden. 

Für jeden Wunsch die passende Lösung
Frauen müssen bei der Aufnahme eines Kredites mehr Zinsen bezahlen als Männer

Ob eine Weiterbildung, der lang ersehnte Wellness-Urlaub oder die begehrte Designer-tasche – es gibt viele materielle Wünsche, die sich nicht erfüllen, weil es am dafür nötigen Geld beziehungsweise Kapital mangelt. Doch tut es das wirklich? Im Prinzip nicht, denn Kredite, 0%-Finanzierungen und flexible Zahlungsmodelle bei Banken, Kreditinstituten und Kreditvermittlern machen Anschaffungen, auf die man ansonsten verzichten müsste, möglich. Klar, kann man sich auch bei Freunden oder Bekannten Geld borgen. Allerdings fehlt bei einem solchen Kredit oft die Rechtssicherheit, was zu Schwierig- und Streitigkeiten führen kann.


Konsumkredite weitverbreitet

Gefühlt war eine Kreditaufnahme noch nie so einfach und schnell realisierbar wie heute. Vorbei die Zeiten, als man adrett gekleidet im Hinterzimmer einer Bank etwas nervös offenlegen musste, dass es am Geld für eine bestimmte Anschaffung mangelt. Das Gute: Heutzutage interessiert es kaum noch eine Bank, wofür der Kredit konkret benötigt wird, zudem lässt er sich auch online, mit nur wenigen Klicks beantragen. Quasi anonym, wobei natürlich auch hier mindestens ein Identitätsnachweis und die Vorlage der letzten drei Gehaltsabrechnungen eingereicht werden müssen. Gut zu wissen: In der Schweiz braucht es für einen Privatkredit ein Netto-Einkommen von mindestens 2’500 Franken pro Monat. Beachten: Privatkredite sind in der Schweiz nicht gerade günstig. Es lohnt sich daher, verschiedene Anbieter bezüglich ihrer Konditionen zu vergleichen. Als Faustregel gilt: Je länger die Kreditlaufzeit, desto höher der Zins. Und: Je besser die Bonität, desto tiefer der Zins.

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Kredit kann online beantragt werden

Frauen bei Kreditvergabe benachteiligt

Doch gilt dieses Prinzip mit Blick auf die Geschlechter nicht immer, wie eine aktuelle Studie des deutschen Vergleichsportals Verivox herausgefunden hat. Bekannt ist, dass Frauen im Schnitt deutlich weniger Gehalt verdienen als ihre männlichen Kollegen. Das gilt auch für Schweizer Frauen. Die Folge laut Verivox: Frauen müssen bei der Aufnahme eines Kredites mehr Zinsen bezahlen – und zwar im Mittel sieben Prozent mehr. Doch damit nicht genug: Gemäss der Auswertung der untersuchten 300’000 Ratenkreditanfragen erhalten Frauen zudem sehr viel seltener eine Finanzierungszusage – und zwar in 64 Prozent der Fälle, bei Männern liegt die Quote bei 71 Prozent. Ähnliches Bild zeigt sich bei der Kredithöhe. Was viele nicht wissen: eine Möglichkeit, die eigene Bonität zu erhöhen und somit die Kreditkonditionen zu verbessern, liegt in der Aufnahme eines Kredits gemeinsam mit einer weiteren kreditwürdigen Person.

Finanzierung: flexibel und individuell

Vielleicht braucht es aber auch gar keinen Kredit für Anschaffungen, die nicht auf einmal aus eigener Tasche bezahlt werden können. Für viele, weniger grosse Anschaffungen eignet sich eine Finanzierungslösung besser als ein Kredit. Stichwort: Null-Prozent-Finanzierung. Bei einer 0%-Finanzierung, wie sie gerne von Händlern angeboten wird, handelt es sich um einen Kredit, für den keine Zinsen oder Gebühren gezahlt werden müssen. Den bürokratischen Weg zur Bank kann man sich hier sparen. Das Zusammenspiel von Zeit- und Kostenersparnis bei dieser Art von Kredit ist für viele Menschen das ausschlaggebende Kriterium. Doch Vorsicht vor etwaigen versteckten Kosten. Die Konditionen sollten vor Vertragsabschluss eingehend geprüft werden. Denn nicht selten werden die Kosten für den Kredit nämlich an anderer Stelle kompensiert, häufig durch eine Erhöhung des eigentlichen Einkaufspreises oder auch durch im Vertrag festgelegte Zusatzkosten. Mögliche Alternative: eine individuell zugeschnittene und flexible Ratenzahlung für das «Objekt der Begierde» oder gemäss dem Motto «Jetzt kaufen, später bezahlen».

Erstellt: 19.09.2022 07:00 Uhr

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Dieser Beitrag wurde von onlineimpact. erstellt. Die Redaktionen von Tages-Anzeiger und Tamedia / TX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.