Bewegungsapparat (Wieder) für Aktivität sorgen

Keine Gesundheit und kein psychisches Wohlbefunden ohne ausreichend Bewegung. Verheerend: Bedingt durch die Pandemie hat das Aktivitätslevel deutlich abgenommen.  

(Wieder) für Aktivität sorgen

Eine internationale Studie unter der Leitung der Goethe-Universität Frankfurt, bei der rund 15’000 Personen befragt worden sind, brachte zutage, was viele Schweizer vielleicht auch an sich selbst festgestellt haben: Während des Lockdowns liess das Ausmass an körperlicher Ertüchtigung zu wünschen übrig. Geschlossene Fitnessstudios, verriegelte Türen bei Sportvereinen und Schwimmhallen, fehlender Sportunterricht in den Schulen – diese Ausnahmezustände und andere Gründe führten dazu, dass die Menschen gut 40 Prozent weniger aktiv waren.

Gesundheitliche Auswirkungen

Laut der Umfrage konnten mehr als zwei Drittel ihr übliches Bewegungsniveau nicht aufrechterhalten. Besonders auffällig war der Aktivitätsrückgang bei den über 70-Jährigen. «Dabei wissen wir, dass körperliche Inaktivität gerade bei Älteren schon nach zwei Wochen nur noch schwer reversible Änderungen nach sich ziehen kann – beispielsweise beim Körperfettanteil oder der Insulinsensitivität», warnen die Studienautor:innen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten mässige oder mindestens 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche – das erreichten vor der Pandemie 81 Prozent der Befragten, während des Lockdowns nur noch 63 Prozent. Dabei fördert ausreichende Bewegung nicht nur die Gesundheit, sie kann sogar die Sterblichkeit senken. Kein Wunder, denn körperliche Aktivität verringert die Wahrscheinlichkeit beispielsweise von Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen wie
Typ-2-Diabetes sowie Krebs. Zudem stärkt Sport das Immunsystem und reduziert das Risiko psychischer Beschwerden.

Erstellt: 22.08.2021 07:00 Uhr

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